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LOG-IN-Gruppe setzt marktadäquate Schritte

30. August 2010

WIEN. Nach dem schwierigen Jahr 2009 herrscht bei der LOG-IN Int. Spedition GmbH wieder Aufbruchstimmung. Mehrere Kunden aus dem Hi-Tech-Sektor und aus der Tabakindustrie bekunden Interesse an einer Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem in Neuenmarkt (Oberfranken) ansässigen Anbieter von Sicherheitstransporten. Besser noch: Ein paar namhafte Vertreter dieser Branche streben langfristige Partnerschaften mit dem privaten Service Provider an. Sie haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. In der Hochphase der Wirtschaftskrise wurden einige Anbieter von Dienstleistungen im internationalen Straßengüterverkehr bei den Unternehmen aus den genannten Branchen vorstellig. Sie boten ihren Frachtraum zu teilweise unverschämt attraktiven Preiskonditionen an. Manche der hofierten Firmen verfielen dieser Verlockung. Sie nutzten die Chance und bekamen rasch die negativen Auswirkungen dieser Entscheidung vor Augen geführt. Es ist viel passiert. Weil jedes Ding zwei Seiten hat, gewinnt Klaus Neubing diesem Szenario mittlerweile viele positive Aspekte ab. Anfangs hätten ihn die im vorigen Absatz beschriebenen Entwicklungen beunruhigt. Seit einiger Zeit überwiege bei ihm und bei der Kollegenschaft aber wieder die Zuversicht. „Wir haben neue Kunden gewonnen und die im Rahmen der bestehenden Geschäftsbeziehungen bewegten Mengen teilweise um den Faktor vier bis fünf gesteigert“, schildert der Speditionsleiter der LOG-IN-Gruppe im Gespräch mit der Österreichischen Verkehrszeitung. Die Bewältigung der neu gewonnenen Frachtströme bedingt eine Aufstockung des Fuhrparks. Zu diesem Zweck hat die LOG-IN Int. Spedition bei Mercedes-Benz 20 neue Sattelzüge der Fernverkehrsbaureihe Actros bestellt. Die mit modernster Technologie und speziellen Sicherheitsaufliegern ausgestatteten Fahrzeuge gelangen bis Jahresende zur Auslieferung. Weitere 30 Einheiten sollen folgen. Außerdem erwägt die Geschäftsleitung weitere Expansionen und Erweiterungen insbesondere in Osteuropa. „Das ist aber sicher ein längerfristiges Projekt“, relativiert Neubing. Als zentrale Zielsetzung seines Arbeitgebers nennt der LOG-IN-Prokurist die Schaffung eines europaweiten Netzwerkes für Sicherheitstransporte. Die Schwerpunkte der geplanten Expansion liegen in Osteuropa. „Wir sind mit der Erbringung von transportlogistischen Dienstleistungen für die internationale Tabakindustrie groß geworden. Viele Vertreter dieser Branche verlegen ihre Produktionsstätten von Westeuropa in die neuen EU-Mitgliedstaaten, etwa nach Tschechien, Polen und Rumänien. Da erscheint uns die Begleitung der Kunden nahe liegend“, räumt Neubing ein. Neben dem Aktionsradius ist bei der privaten deutschen Spedition in den letzten Jahren auch der Leistungsumfang für die Behandlung von hochwertigen Gütern gewachsen. Neben den aus versicherungstechnischen Gründen ausschließlich mit dem Eigenfuhrpark durchgeführten Transporten betreibt das Unternehmen in Neuenmarkt und Bayreuth Sicherheitsläger mit 40.000 m² gedeckter Gesamtfläche. Der Terminal in Neuenmarkt hält auf 37.000 m² Kapazitäten für die Aufbewahrung und Weiterleitung von Rohstoffen zu den Fabriken für die Abfertigung von Fertigware bereit. Aushängeschild an diesem Standort ist das mit 13.000 Palettenstellplätzen ausgestattete Fertigwarenlager. Es dient als Ausgangspunkt für die Abfertigung der Verladungen der in Deutschland produzierten Waren. Als weitere Spezialität im Serviceportfolio gilt die Vernichtung von Fertigwaren unter Zollaufsicht z. B. im Zuge von Steuerumstellungen. „Diese Dienstleistung repräsentiert eine Besonderheit im Portfolio der zolltechnischen Leistungen“, bekräftigt Neubing. Die physische Abwicklung der Transporte erfolgt wegen der hohen Warenwerte immer in Form von Komplettladungen. Selbst die Beförderung von drei bis vier Paletten hochwertiger Güter bedingt einer Durchführung unter Zollverschluss. Modernste Sicherheitssysteme und Spezialauflieger bilden die Grundausstattung jedes Lkw-Zuges. Die gezogenen Einheiten sind als Kofferaufbauten mit hochstabilen Rolltoren, patentierten Verschlusstechniken und Alarmanlagen ausgelegt. GPS-Sender gewährleisten die jederzeitige Ortung der Fahrzeuge in ganz Europa. LOG-IN wurde im Jahr 1984 unter der Bezeichnung Jumbo-Express aus der Taufe gehoben und trägt seit zwei Jahren den heutigen Namen. Firmengründer Robert Gammisch profitierte als gelernter KFZ-Schlosser und Speditionskaufmann von der Suche der Tabakkonzerne nach sicheren Transportsystemen. Er entwickelte spezielle Behältersysteme, die bei den Anwendern Zuspruch fanden und im Lauf der Jahre eine ständige Weiterentwicklung erfahren haben. „Wir haben noch nie etwas verloren“, unterstreicht Neubing. Als weiteres Qualitätsmerkmal führt der LOG-IN-Prokurist die schnelle und termingetreue Abwicklung der Transporte ins Treffen. Beide Faktoren genießen für die Hersteller von hochwertigen Waren aufgrund der Kapitalbindung einen besonderen Stellenwert. Als Teilbereich der Robert Gammisch Firmengruppe unterhält die Firma LOG-IN heute eigene Standorte in Deutschland (Neuenmarkt, Bayreuth, Hamburg, Bremen), in der Tschechischen Republik (Pardubice) und in Polen (Krakau). Die Schwestergesellschaften GTS Gammisch Transportsysteme (Wartung und Service der Lkw, Stapler und Sicherheitssysteme) und RVN Textilrecycling (Herstellung von Fasermischungen aus Textilrückständen für Anwendungen in der Automobilindustrie) stellen Ergänzungen zu den europaweiten Transport- und Logistikdiensten dar. Die gesamte Firmengruppe hat im letzten Jahr mit 350 Mitarbeitern rund 45 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet.